Um in Deutschland Arbeit zu finden, genügt ein einziges Portal nicht. Der Arbeitsmarkt ist eine Mischung aus Online-Plattformen, der öffentlichen Arbeitsagentur, beruflichen Netzwerken und persönlichen Kontakten. In diesem Ratgeber sehen Sie, wo Sie anfangen und wie Sie Ihre Suche organisieren.
Die wichtigsten Jobportale
- Bundesagentur für Arbeit (Jobbörse): die größte staatliche Stellenbörse; kostenlos und zuverlässig.
- Make it in Germany: das Portal der Bundesregierung für ausländische Fachkräfte mit Informationen zu Visum und Unterlagen sowie einer Jobbörse.
- LinkedIn und XING: zum Netzwerken und um von Recruitern gefunden zu werden. Pflegen Sie ein vollständiges Profil auf Deutsch oder Englisch.
- StepStone, Indeed, Glassdoor und Monster: allgemeine Portale mit großer Reichweite.
- Spezialisierte Portale: z. B. für IT, Ingenieurwesen, Medizin oder Forschung (Hochschulen und Institute veröffentlichen ihre Stellen auf ihren eigenen Websites).
- Unternehmenswebsites (Karriereseite): Viele Stellen werden nur dort veröffentlicht.
Initiativbewerbung
Wenn Sie keine passende Stelle finden, können Sie sich direkt bei Unternehmen bewerben. Schreiben Sie kurz und konkret: welche Fähigkeiten Sie haben und welchen Mehrwert Sie bringen. In Branchen mit Fachkräftemangel (Technik, Gesundheit, IT, Industrie) hat dieser Weg gute Chancen.
Aufenthalt und Arbeit: den rechtlichen Weg kennen
Ob Sie arbeiten dürfen, hängt von Ihrem Aufenthaltstitel ab. Für Fachkräfte gibt es Wege wie das Visum für Fachkräfte, die Blaue Karte EU und die Chancenkarte: Visum für Fachkräfte, Blaue Karte EU, Chancenkarte. Wenn Ihr Abschluss in Deutschland anerkannt werden muss: Anerkennung ausländischer Abschlüsse.
Vorschlag für einen Wochenplan
- Passen Sie Lebenslauf und Anschreiben für jede Stelle an: Ratgeber zu Lebenslauf und Anschreiben.
- Prüfen Sie täglich neue Stellen und aktivieren Sie E-Mail-Benachrichtigungen (Job-Alert).
- Senden Sie pro Woche einige gezielte Bewerbungen statt Dutzender allgemeiner.
- Vernetzen Sie sich mit Fachleuten Ihres Bereichs auf LinkedIn und bei Karriereveranstaltungen.
- Erfassen Sie alle Bewerbungen in einer Tabelle (Datum, Unternehmen, Status, Nachfassen).
Vorsicht bei verdächtigen Anzeigen
Wenn ein Unternehmen vor dem Vorstellungsgespräch Geld verlangt (Anmelde- oder Schulungsgebühr) oder nur über Messenger Kontakt aufnimmt, ist die Betrugsgefahr hoch. Ein seriöses Unternehmen verlangt nie Geld für eine Einstellung.
Allgemeinerer Ratgeber: Jobsuche in Deutschland. Wenn Sie kein Einkommen haben, lernen Sie auch das Jobcenter kennen: Jobcenter-Ratgeber.
