In den ersten Monaten nach der Ankunft ist es schwer, eine langfristige Wohnung zu finden: ohne SCHUFA-Historie, ohne Gehaltsabrechnung und manchmal ohne feste Adresse. Die übliche Lösung ist, zuerst eine vorübergehende Unterkunft zu nehmen und in Ruhe nach einem dauerhaften Zuhause zu suchen. In diesem Beitrag vergleichen wir die gängigen Optionen.
Vorübergehende Unterkünfte und erste Schritte
- Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG): die häufigste Option für Studierende und Neuankömmlinge. Die Miete ist meist niedriger als für eine ganze Wohnung, und der Vertrag ist flexibel. Portale wie WG-Gesucht werden hier viel genutzt. Meist gibt es auch ein „Kennenlerngespräch“ (WG-Casting).
- Studentenwohnheim: der günstigste Weg für Studierende, jedoch mit Warteliste; melden Sie sich so früh wie möglich über das Studierendenwerk Ihrer Hochschulstadt an. Ratgeber zum Studium in Deutschland
- Zwischenmiete / Untermiete: eine mehrmonatige Anmietung von jemandem, der seine Wohnung vorübergehend verlässt. Lassen Sie sich immer einen schriftlichen Vertrag geben und stellen Sie sicher, dass der Hauptvermieter zugestimmt hat.
- Möblierte Wohnung für kurze Zeit: bequemer, aber teurer.
- Hotel, Hostel oder Airbnb: nur für die ersten Tage; eine Anmeldung ist in Kurzzeitunterkünften meist nicht möglich.
Anmeldung in der Zwischenunterkunft
Für die Anmeldung beim Bürgeramt benötigen Sie die Bestätigung des Vermieters (Wohnungsgeberbestätigung). Fragen Sie vor der Annahme eines Zwischenzimmers, ob der Vermieter diese Bestätigung ausstellt; andernfalls kommen Sie womöglich bei Bankkonto, Versicherung oder Aufenthalt nicht weiter. Anmeldung-Ratgeber
Tipps zur WG-Wahl
- Fragen Sie, wie die Kosten (Strom, Internet, GEZ/Rundfunkbeitrag) aufgeteilt werden.
- Klären Sie, ob es sich um einen Hauptmietvertrag oder einen Untermietvertrag handelt.
- Fragen Sie nach der Kündigungsfrist und der Kaution.
- Lassen Sie sich die Hausregeln (Putzen, Lärm, Gäste) vor dem Einzug erklären.
Vom Zwischenzimmer zur eigenen Wohnung
Bereiten Sie ab dem ersten Monat Ihre Bewerbungsmappe vor, eröffnen Sie ein Bankkonto und beginnen Sie nach der ersten Gehaltsabrechnung oder mit einem Finanzierungsnachweis Ihre Bewerbungen um eine dauerhafte Wohnung: Unterlagen für die Wohnungsbewerbung. Achten Sie auch auf Betrug: Anzeichen für Mietbetrug.
Für Ihre ersten dreißig Tage: Ihre ersten 30 Tage in Deutschland.
