Die Wohnungssuche in großen deutschen Städten wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt ist hart umkämpft; auf jede Anzeige können sich Dutzende Personen bewerben. Der Vermieter entscheidet meist innerhalb weniger Minuten, welche Bewerbung er liest. Daher sind eine ordentliche Bewerbungsmappe und schnelle Reaktion Ihre größten Vorteile. In diesem Ratgeber sehen Sie, welche Unterlagen nötig sind und wie Sie sie vorbereiten.
Die wichtigsten Unterlagen für die Mietbewerbung
- Mieterselbstauskunft: ein Formular mit Ihren Angaben: Name, Beruf, Einkommen, Anzahl der Bewohner, Haustiere, Rauchen usw. Eine Vorlage gibt es auf Mietportalen und bei Mietervereinen. Machen Sie nur Angaben, nach denen der Vermieter rechtlich fragen darf; Fragen zu Religion, Ethnie oder Kinderwunsch sind unzulässig.
- Einkommensnachweis: in der Regel die letzten 2 bis 3 Gehaltsabrechnungen oder ein Arbeitsvertrag. Studierende können eine Stipendienbestätigung, eine Sperrkonto-Bescheinigung oder eine Bürgschaft der Eltern vorlegen. Zum Sperrkonto: Sperrkonto-Ratgeber.
- SCHUFA-Auskunft: Viele Vermieter verlangen sie. Sie können einen „BonitätsCheck“ oder eine „Datenkopie“ direkt bei der SCHUFA bestellen. Wenn Sie gerade erst angekommen sind und keine Historie haben, schreiben Sie das ehrlich in das Anschreiben. Einzelheiten: SCHUFA-Ratgeber.
- Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Bestätigung eines früheren Vermieters, dass Sie keine Mietschulden haben. Wenn Sie in Deutschland noch keine Mietgeschichte haben, ist sie nicht nötig, und Sie können das erklären.
- Kopie von Reisepass und Aufenthaltstitel: eine Kopie von Reisepass und Aufenthaltstitel oder Visum. Auf der Kopie dürfen Sie die Dokumentennummer schwärzen.
- Nachweis über Arbeit oder Studium: Arbeitsvertrag, Zulassungsbescheid der Hochschule oder Immatrikulationsbescheinigung.
Kurzes Anschreiben (Bewerbungsschreiben)
Ein einseitiges Schreiben, auf Wunsch mit Foto, mit: kurzer Vorstellung, Beruf oder Studium, gewünschtem Einzugstermin und dem Hinweis, dass Sie ein ruhiger und ordentlicher Mieter sind. Halten Sie den Ton höflich und formell. Wenn Ihr Deutsch schwach ist, lassen Sie den Text von einer Bekannten oder einem Übersetzungstool prüfen, kopieren Sie ihn aber nicht einfach.
Halten Sie eine digitale Mappe bereit
Fassen Sie alle Unterlagen in einer PDF-Datei (höchstens etwa 5 MB) zusammen und geben Sie der Datei einen eindeutigen Namen, z. B. „Bewerbung_Mietwohnung_Name.pdf“. Senden Sie bei der Bewerbung nur diese eine Datei, damit der Vermieter nicht mehrere Anhänge öffnen muss.
Praktische Tipps für bessere Chancen
- Schreiben Sie in den ersten 10 bis 30 Minuten nach Veröffentlichung der Anzeige; bei attraktiven Anzeigen ist Schnelligkeit entscheidend.
- Lesen Sie die Anzeige vollständig und beziehen Sie sich in Ihrer Nachricht auf deren Details (z. B. den Einzugstermin).
- Erscheinen Sie pünktlich und gepflegt zur Besichtigung; nehmen Sie die ausgedruckte Mappe mit.
- Wenn Sie neu in der Suche sind, lesen Sie den Ratgeber zur Wohnungssuche und den Ratgeber zur Wohnungsmiete.
- Hüten Sie sich vor Betrugsanzeigen: Anzeichen für Mietbetrug.
Fazit
Eine ordentliche Mappe mit Mieterselbstauskunft, Einkommensnachweis, SCHUFA (falls vorhanden), Kopien der Ausweisdokumente und einem kurzen Anschreiben vervielfacht Ihre Chancen im Wettbewerb um eine Wohnung. Nachdem Sie eine Wohnung gefunden haben, ist die Anmeldung der nächste Schritt: Anmeldung-Ratgeber.
